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Align T-Rex 250

Der Micro-Rex.

Ein kleiner Großer.

Es ist alles dran, was ein richtiger Hubschrauber braucht - nur kleiner.

Die Grundausstattung des Bausatzes ist überwältigend. Fast alles Alu bzw. Carbon.
Den Zukauf von Tuningteilen kann man sich hier erstmal sparen.

Zusammenbau

Der Zusammenbau geht schnell von der Hand, wenn man das Hantieren mit Schräubchen M1,5 hinbekommt.
Es gibt nur wenige Punkte, die in der Bauanleitung nicht sonnenklar beschrieben sind:

z.B. Das Mittel zur Schraubensicherung ist wie in der englischen Anleitung beschrieben mit T22 beschriftet. Die Deutsche Anleitung nennt T43, was natürlich nicht beiliegt. R48 ist in beiden Fällen der Lagerkleber, der nur für's Motorritzel verwendet wird.

Der Einbau der Servos in das vormontierte Chassis wird zur Fummelei, einfacher ist es, ein Seitenteil abzunehmen, die Servos in die Seitenteile einbauen und dann das Chassis wieder zu komplettieren.

Über die Länge der Anlenkebel schweigt sich die Anleitung zweisprachig aus. Nur in der Kreiselanleitung ist erwähnt, daß der Heckservo einen Hebelarm von 4,5mm haben sollte.
Die Servos der Taumelscheibe kann man getrost mit dem längstmöglichen Hebelarm versehen.

Einziges mechanisches Problem war die Antenne meines SMC14. Also erst mal zum Heck durch die Bohrung und dann vor ins Röhrchen, das maximal nach vorne ausgezogen ist. Es reicht gerade so, daß die Antenne nirgends reinkommt. Vorsicht, das Carbon scheuert schnell die Isolation durch. Ein Stückchen Schrumpfschlauch schafft hier Abhilfe.

Fliegen und Einstellung

Wenn man schon einen normalen Heli fliegen kann, ist alles kein Problem. Es geht alles nur etwas schneller. Einem Anfänger würde ich etwas Größeres empfehlen, wo er mehr Zeit zum reagieren hat.
Die Steuerung der Taumelscheibe ist wunderbar direkt, der heli "beißt" richtig an. Nur die Hecksteuerung konnte auf Anhieb nicht überzeugen. Das Heck war schon bei niedrigster Kreiseleinstellung am Schwingen.

Um das Heckschwingen zu beseitigen hatte ich den Alu-Steuerhebel H25092 versucht, was eher nichts gebracht hat.
Auch der Alu-Heckservohalter H25076 hat nur eingebildet was gebracht.
Der neue Heckrotorkopf mit dem einfachen Kugellager, der nicht mehr klemmt, war bei meinem T-Rex schon drin. (noch ohne die veränderten Blatthalter mit Ausgleichsgewichten wie H25095)

Nach einigem hin und her versuchte ich dann am Motorregler RCE-BL 15X im Reglermodus (Governor Mode) die Reaktionsgeschwindigkeit des Gasknüppelsl (Throttle response speed) auf Medium Speed zu verändern.
Daß diese Einstellung auch im Reglermodus einen Einfluss hat, ist aus der Anleitung nicht eindeutig ersichtlich.
Auf Jeden Fall ist so die Einstellung des Kreisels auf 30% möglich und das Heck hält recht stabil.

Meine Einstellung in "Pieps" :  1-2-1-3-2-(3) - Wer die Anleitung vor sich hat, wird's verstehen.

Was auch nicht dokumentiert ist: Wenn die erste Unterspannungsabschaltschwelle erreicht ist,wackelt der Heli mit dem Heck, bzw. die Systemdrehzahl wird sprunghaft geändert.
Die angegebenen Spannungswerte unterscheiden sich leider in der englischen und deutschen Anleitung.

Hab noch die ganz kleinen Heckblätter mit 37mm (H25084T) versucht, die Kreiselempfindlichkeit kann damit noch um 3-5% erhöht werden.

Nachdem ich mit besseren Akkus und mehr Drehzahl das Heck gar nicht mehr stabil bekommen habe, ist nun der Governor-Mode deaktiviert.
Und siehe da, die Kreiselempfindlickeit kann auf 50% erhöht werden.

Die Einstellung ist jetzt: 1-2-1-2-3-(3)

Auswahl der Serien-Rotorblätter

Die kürzeren konstant-breiten Blätter sind super agil (liegt wohl allgemein an der Größe) und präzise zu fliegen.
Mit den etwas längeren, sich verjüngenden Blättern braucht man erstaunlicherweise deutlich mehr Pitch und ich hatte das Gefühl, daß die Wind-Empfindlichkeit deutlich zunimmt.

Am Heck haben sich die unterschiedlichen Serien-Blätter (gerade oder sichelförmig) fast nicht bemerkbar gemacht. Mit den 37mm-Mini-Blättern ist etwas mehr Kreiselempfindlichkeit drin.
Für 3D hält das Heck aber damit nicht ausreichend. (gelegentliches Wegdrehen bei Flips)

Rumpf Hughes/MD 500E

Mittlerweile ist ein Hughes 500E Rumpf (Align HF2503) angekommen.
Zunächst musste ich mal die Mechanik zerlegen, um den hinteren Taumelscheibenservo von innen her zu montieren, da der sonst am Rumpf ansteht.
Mit einem noch übrigen langen Kugelkopf ist auch die Anlenkung wieder gerade.
Die Kufenbügelhalter hab ich mit dickem Sekundenkleber eingeklebt. Scheint gut zu halten.

Wenn's einmal gepasst hat, ist der Einbau in den Rumpf in unter 20 min zu machen.

Fliegen mit dem Scale-Rumpf: Scale. --> Das Mehrgewicht hebt der Schrauber gut weg, aber große Sprünge oder Kunstflug sind nicht mehr drin.
Das Flugbild entschädigt und die eine Minute Flugzeit, die man verschenkt, hält sich auch noch im Rahmen.
Das Heckschwingen verlernt der kleine Schrauber im neuen Gewand. Das mag wohl von der größeren Massenträgheit her rühren.

Nach einigen Flügen hab ich den Rumf wieder abmontiert. Er ist mir vorerst einfach zu schwer zum Rumturnen und Lernen.
Wenn man einen groben Fehler macht, könnte es sein, daß es nicht mehr zum Abfangen reicht.

Mein Flugverlauf:

48 Akkuladungen, Stand 5.8.2009

78 Akkuladungen, Stand 14.09.2009

149 Akkuladungen, Stand 02.09.2010